FÖRDERPROJEKT
NATURHOF

Voller Vielfalt
und Biodiversität.

Ein einzigartiger Wohn-, Arbeits- und Lernort mit Fokus Permakultur.

Verlässt man das Dorf Kiental, um in Richtung Griesalp weiter ins Tal vorzustossen, so gelangt man schon bald auf einen idyllischen Talboden. Dort befindet sich der Naturhof, der seit 2017 zum Kientalerhof gehört. Auf dem Naturhof orientieren wir uns nach den Prinzipien der Permakultur; deren Anfänge reichen bis 2012 zurück und wurden bereits noch von der vorherigen Betreiberin des Hofs initiiert. Der Naturhof ist ein Wohn-, Arbeits- undLernort gleichermassen. Zusätzlich wird der Ort durch die regelmässig stattfindenden Kurse im Seminarraum belebt.Auch die zahlreichen neuen und wiederkehrenden Gäste und Besucher:innen bereichern den Ort mit ihrer Präsenz. Ein Gartenteam von 4-5 Personen bewirtschaftet den Hof und zählt dabei auch auf die Unterstützung von Volontär:innen und Praktikant:innen als zusätzliche Arbeitskräfte. Dadurch entsteht im Naturhof ein befruchtender Mix aus Menschen, die längerfristig vor Ort wirken, und von solchen, die sich für einen kürzeren Zeitrahmen oder einem Kurs damit beschäftigen. Die Volontär:innen und Praktikant:innen ermöglichen den enormen Anteil an Handarbeit und erhalten im Gegenzug ein abwechslungsreiches Lernfeld.

Der Garten des Naturhofs besteht aus zahlreichen Elementen. Dazu gehören etwa Gemüsebeete, Folientunnels und ein Gewächshaus, der Kräuterkreis, ein Agroforstbereich mit diversen Obstbäumen und Beerensträuchern, eine Wildsträucherhecke und eine Feuerstelle, Teiche, Rasenflächen sowie eine Heuwiese. Zur Orientierung bei der Gestaltung dienen die Gestaltungsgrundsätze der Permakultur. Die Umsetzung wird fortlaufend optimiert und Neues ausprobiert. Unbehandelte, frische Salate und Gemüse, Kräuter, getrocknete Teekräuter und Blüten finden ihren Weg in die Küche des Kientalerhofs und leisten damit einen Beitrag zu einer regionalen und saisonalen Verpflegung. Zwischen Juni und Oktober gibt es die Möglichkeit, Frisches aus dem Garten direkt beim Naturhof am Verkaufsstand an der Strasse zu beziehen. Eine Vielzahl an Absichten – Produktivität und Biodiversität sowie Lebensraum für Insekten und Tiere – soll auf dem Naturhof in eine Balance finden.

Die permakulturellen Grundsätze sind ein zentrales undwertvolles Werkzeug für die Arbeit auf dem Naturhof.

Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei dem Aufbau von Hummus und der Entwicklung eine möglichst lebendigen Bodens. Die permakulturellen Grundsätze sind ein zentrales und wertvolles Werkzeug für die Arbeit auf dem Naturhof. Beispielsweise werden Kreisläufe möglichst klein geschlossen, die Vielfalt wird in allen Bereichen gefördert und das Gartenteam beobachtet, reflektiert und lernt täglich hinzu. Geleitet wird das Permakultur-Projekt auf dem Naturhof von Melanie Alder. Melanie lebt seit Anfang 2018 im Kiental und begann im selben Sommer, auf dem Naturhof mitzuarbeiten. Parallel dazu arbeitete sie für ihre Diplomausbildung zur Permakultur-Designerin an verschiedenen Projekten. Im Oktober 2019 durfte Melanie das Diplom entgegennehmen. Melanies Schwerpunkte sind Kompostierung/Bodenlebendigkeit, Saatgutgewinnung sowie Agroforstsysteme.

Das Agroforstprojekt "Ringsom"

Auf einer Fläche von rund 8000m² wurden 2021 die ersten Pflanzungen der Gehölze vom jungen Agroforstprojekt «Ringsom» geschaffen. Der Begriff Agroforst beschreibt eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die aus einer Kombination von Gehölzen und Zwischenkulturen wie Gras- oder Ackerland besteht. Für Ringsom wurden von September bis November 2021 in drei Pflanzaktionen 186 Beerensträucher, 30 Haselsträucher, 30 Hochstamm-Obstbäume und acht Walnussbäume gepflanzt sowie diverse Zwischenbepflanzungen vorgenommen.

Um diese Projekte zielführend weiterzuverfolgen benötigen wir 2023 Förderung im Rahmen von 100'000 Franken.

www.kientalerhof.ch/naturhof